Montag, 13. Mai 2013

Kirchweih-Vergnügen am Walberla


So sieht das aus. Auf den frühlingsgrünen Wiesen ein buntes Gewimmel lagernder Menschen. Darüber liegt ein murmelnder Klangteppich wie im sommerlichen Freibad und der Duft nach frisch gebratener Wurst. 
Die kleine Kapelle auf dem Berg mit der Walburga davor ist kaum mehr zu sehen.

Gegen Mystifizierung und seltsame alte Bräuche hat solch profaner Rummel schon immer geholfen und wirkt besser, als  jedes Hexenverbot. 
Denn Hexen brauchen ihresgleichen, dunkle Nächte und vor allen Dingen: ihre Ruhe. Statt dessen nahmen es viele Menschen sportlich, enterten mit Stöcken und figurbetonter Kleidung das Walberla, andere kamen mit ausgelatschten Tretern, hängender Hose und labbrigem Shirt: Wo ist das Bier? Rosa ist der neue Frühlingstrend, in dem ganze Familien gekleidet gingen. Hunde zogen ob der Menschenfülle lieber ihre Schwänze ein, es könnte ja sonst jemand darauf treten. 
Rund um den Berg dufteten die Kirschblüten und hüllten diesen in eine süße Wolke. 

So ist das Glück.
Möchte man meinen. 
So.