Mittwoch, 5. September 2007

Altern: im Schnellgang

Jaja, das Alter …

Da dachte ich doch, ich käme ungeschoren davon …

Creme meine Falten sorgfältig im Spiegel, wiege besorgt meine angesammelten Pfunde, witzele gelegentlich über den Club der alten Schachteln, dem ich angehöre und dachte:

Alter? Och, wenn das so weitergeht, dann ist ja alles in Butter.

Ich meine, wer will denn wirklich noch mal siebzehn sein und all den Blödsinn von damals noch einmal verzapfen? Himmel hilf. Wie gut, dass die Zeit vorbei ist und die Jugendsünden glücklicherweise und größtenteils vergessen sind. Bis auf ein paar, aber die stehen hier nicht zur Debatte.

So ein bisschen Abgeklärtheit ist ja mit den Jahren ganz gut: Nichts kann einen mehr von den Socken hauen.

Dachte ich.

Bis neulich.

Als ich gefragt wurde, ob ich mich denn in den Pfarrgemeinderat wählen lassen würde.

Ich … äh … in … den … Pfarrgemeinde …

Mir fiel nichts mehr ein. Was jetzt? Muss ich mir beim nächsten Friseurbesuch Pudellöckchen drehen lassen? Stützstrümpfe kaufen? Ich spürte schon, wie sich oben im Gehirn der Kalk langsam löste und zu rieseln begann …

Hilfe!

Samstag, 1. September 2007

Brandstifter

Ein Feuerteufel werde ich wohl nie. Da hat sich heute der September mit regenschweren Wolken und nebelfeuchtem Himmel eingenistet:

Es ist wieder an der Zeit, den Küchenofen von Katzenfutter und Zeitungsstapeln zu befreien und ein wohliges Feuerchen zu entzünden. Doch bis das in Gang kommt, hab ich jedesmal verbrannte und rußgeschwärzte Finger, bin völlig außer Puste und drohe dem Feuer mit einem Eimer Wasser, wenn es jetzt nicht endlich anfängt, zu brennen ...

Ich glaub, ich lerne das nie. Es gibt ja Menschen, die können das quasi mit dem letzten Streichholz. In so einem Fall würde ich passen. Man muss ja nicht alles können.





Manchmal muss man nur wissen, wer die Arbeit für einen erledigt. Gegen die entsprechende Bezahlung natürlich.

Jaelle Katz