Sonntag, 3. August 2014

Reise nach Kappadokien: Eine kulinarische Reminiszenz

In einem guten Urlaub spielt gutes Essen eine wesentliche Rolle: Endlich brauche ich nicht selbst zu kochen und kann aus einer riesigen Menge an gebotenen Leckerbissen am Büffet wählen. So reichhaltig ist der Kühl- und Vorratsschrank zu Hause nicht bestückt, schon allein, weil wir selbst zu dritt nicht so viel futtern könnten, auf dass nichts weggeworfen werden muss. 
Die Qualität der Büffets in den einzelnen Hotels war auf dieser Reise durchaus unterschiedlich. In dem ersten Hotel, welches in einer Anlage in Alanya war, war es ziemlich reichhaltig und ganz gut, aber eher noch naja. Das zweite Hotelbüffet, in Kappadokien, war zwar nicht ganz so reichhaltig, dafür aber superlecker und das dritte in Antalya war so miserabel, dass selbst der angebotene Pudding schon mit dicken Falten auf der Haut zeigte, dass ihn keiner wollte. 
Zu Hause angekommen, ist es immer wieder nett, Gerichte nachzukochen, die ich in der Erinnerung habe. Es gibt zwar Kochbücher und Rezeptsammlungen im Internet, die nehme ich immer gerne als Anregung, um die darin enthaltenen Gerichte so abzuwandeln, dass es wieder so schmeckt, wie in meiner Erinnerung. 
Seit im Gewächshaus die Gurken himmelhoch wachsen und so viele Früchte liefern, dass wir uns damit auf den Markt stellen könnten, ist Abwechslung beim Gurkensalat Pflicht. Einen Gurkensalat in Joghurtsauce gab es in einem Hotel. Also nehme ich:

Gurkensalat in Jogurtsauce

- zwei Gurken
- 1/2 Liter Jogurt
- 1 Eßlöffel Olivenöl
- Knoblauchzehen: Hier kann jeder selbst ausprobieren, wie scharf er es mag. 
- Dill und Minze







Weil die Gurken ungespritzt sind, schneide ich nur ganz dünn die Schale dort weg, wo sie etwas dicker und knubbeliger ist, teile sie längs in vier Viertel und würfele sie. Unsere Gurken sind ziemlich fest, und enthalten relativ wenig Wasser, deswegen spare ich mir einen Arbeitsgang. Wer jedoch gekaufte Gurken nimmt, sollte die Stücken salzen und ein wenig abtropfen lassen. Sonst wird der Salat ziemlich wässerig. Knoblauchzehen schälen und zerdrücken, Gurkenstücke und Jogurt und die Gewürze mischen, fertig. Hinterher hab ich noch groben gemahlenen Pfeffer über die einzelnen Portionen gestreut, das wars. 

Dazu gab es gekauftes Fladenbrot und 

Türkische Frikadellen

- 300 g Weizengrieß
- 1 Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- Gemüsebrühe
- Paprikamark
- Paprikapulver
- 500 g Rinderhackfleisch
- glatte Petersilie





Den Weizengrieß in Gemüsebrühe kochen, so dass er mittelmäßig fest wird, wie Brei (nicht ganz so fest, dass sich die Nocken für Suppe ausstechen lassen). Grieß, Zwiebeln, Knoblauch, Paprikamark und Paprikapulver miteinander in einer Schüssel vermengen, das Hackfleisch dazu und alles zu einem Teig kneten. (Bisher kannte ich Rinderhackfleisch nur als eine krümelige Masse, die sich nur widerwillig formen ließ und gerne immer auseinanderbröselte. Mit dem Grieß dazwischen hielt alles besser zusammen, als mit der Ei-und-Semmelbröselvariante). Petersilie hacken und untermengen, den Teig zu Fleischbällchen formen und braten. 

Alles hat sehr gut geschmeckt - und am liebsten würde ich gleich wieder los.