Nachts, wenn die Gedanken streunen wie herrenlose Hunde auf der Suche nach ihrer Nahrung Phantasie. Wie schaltet man analytisches Denken aus? Einfach einen Schalter umdrehen. Nur muss man ihn zuvor finden. Wenn ich wüßte, wo ich ihn suchen soll...
Neulich habe ich den Sinn gesucht. Und nirgends nicht gefunden. Selbst Anneli hat glaubhaft versichert, dass er bei ihr nicht sei, trotzdem sie alles auf den Kopp gestellt hat. Sie fand dolles Zeuch, aber es war nur Blödsinn im Haus.
Die Lampe verstreut einen Lichtkreis, außerhalb dessen kuschelige Dämmerung wohnt.
Ebenso die Laternen draußen auf der Straße.
Auf dem Bahnhof wohnt die Faszination, Bahnhofsmission, ankommen, abreisen, guten Tag, auf Wiedersehen, winken mit dem Taschentuch und laufen, laufen neben dem Zug, solange es geht, irgendwann ist der Bahnsteig zu Ende und der Zug abgefahren.
Irgendwo fährt die Bahn, auf den Gleisen, festgeschraubten Wegen immer unterwegs und alle anderen sitzen zu Hause.
Ich bin zu ungeduldig. Will gleich, und wenn nicht, dann gleich nicht.
Will spinnen lernen. Kann nie genug von dem haben, was ich weiß - und immer weiter lernen, Dinge aufsaugen und Dinge loslassen.
Morgen früh geht es los, auf eine Reise.
Ich nehme euch mit.
In Gedanken.
In Bildern.
In mir.
So.
Seit dem Sommer lebe ich in Franken und entdecke immer wieder neue Seiten daran: Franken ist wie ein kleines Wunderland. Wenn die Reise durch Kappadokien vorbei ist, dann ist hier Feierabend. Weiter geht es auf der Schreibreise.com und auf Jaellekatz.de. Links dazu: In der Linkliste
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Montag, 15. Oktober 2012
Samstag, 13. November 2010
Novembergedanken
dunkelblau
Unsterblichkeit im
Netz ist alles
erlaubt mit Besuch ohne
Antwort
Ich will ein Buch aufs Grab, sagte Königstochter jüngste. Und im Dezember sterben, weil ich da auch Geburtstag habe.
Ich will kein Buch aufs Grab. Bis dahin habe ich alle Bücher gelesen, das reicht dann.
Eine Schildkröte möchte ich - und auf dieser einen Salamander.
Die Schildkröte frißt im Sommer den Huflattich vom Grab, den Löwenzahn und das Gras. So bleibt Platz für Akelei und Vergiss-mein-nicht. Auf dem Schildkrötrücken sonnt der Salamander reglos, lässt sich tragen und wiegen.
Bis jemand kommt und die Ruhe stört:
Dann ist er weg, blitzschnell mit der getankten Sonnenenergie, wie ein gelbschwarzer Blitz im Steinhaufen am Grabrand verschwunden.
Die Schildkröte zieht sich zurück in den Panzer.
Nichts ahnend vom Leben um ihn und vor ihm und unter ihm bleibt der Besucher auf dem friedlichen Hof. Nur der Streicher vom Land weiß nicht genau: Ist der Geist aus der Flasche jetzt echt? Wenn er den Stein vor sich wähnt, der langsam faltige Beine bekommt...
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