Dienstag, 4. Februar 2014

Staffelberg - das Picknick

Weil auf dem Staffelberg einst die keltische Stadt Menosgada war, wollte ich auch ein keltisches Picknick machen. Leider haben die Kelten kein Kochbuch hinterlassen. Aber zur gleichen Zeit lebten die Römer, daher gibt es Rezepte. Getreide gab es: Deswegen habe ich ein panis militaris mundus, ein Militärbrot mit Hefe, gebacken. Das muss man sich mal vorstellen: Etwa acht bis zehn Soldaten bildeten eine Zeltgemeinschaft, und hatten eine Getreidemühle. Mit dieser wurde die tägliche Ration gemahlen. 

Zu dem Vollkornmehl kam Wasser, Salz und Kräuter und im Fall des panis militaris mundus auch Hefe. Ohne Hefe wären es flache Fladen geworden, eher hart, aber so experimentierfreudig war ich doch nicht. Gebacken habe ich das Brot einfach in der Pfanne, in der ein wenig Öl war: Ich gehe mal davon aus, dass in einem römischen Feldlager kein Backofen stand. Die Lieblingshausziege fand es lecker. 


Dazu gab es Linsen, auch ganz römeruntypisch in der Pfanne auf dem Herd geschmort, mit Zwiebeln, Möhren, Lauch, Brühe und Schafskäse. Weil es bei den Kelten bereits Viehhaltung gab, durfte so viel Luxus beim Picknick sein. 
Mal sehen, wo es das nächste Mal in Franken hingeht.
Sollte jemand Lust bekommen haben und möchte mitkommen, dann sollte er sich melden. Alles weitere dann per Mail oder so.