Mittwoch, 9. Mai 2012

Bärlauchfang

Wenn man Bärlauch fangen will, muss man sich leise anschleichen. Sonst erschreckt sich der sonst so scheue Bärlauch, dreht sich einfach um und knurrt. Und wer den Bärlauch finden will, der muss erst die vielen kleinen Bärlauchwegweiser finden, wie zum Beispiel eine kleine Pilzrose:

Denn ab hier führt der Weg nach links in den Wald. Und wenn bis dahin der Weg noch wie eine Waldautobahn war, autobreit und bequem, haben sich ab hier Wurzeln quer über den Hangweg gelegt. 


Ein Stückchen weiter kommt eine Kehre und dann geht es steil nach oben, schließlich soll keiner behaupten können, Bärlauch zu fangen sei wie ein Parkspaziergang.


Oben angekommen, flaniert man unter lichten Buchenkronen wie unter einem hellgrünen Baldachin, bis nach dem gefallenen topografischen Punkt das Bärlauchparadies beginnt. 


Weil es den kleinen Bärlauchs so gut geht, spitzen schon die ersten Blüten aus dem Grün. Und weil sie ihre Blätter ganz freiwillig hergeben, wenn man sie ein bisschen kitzelt und an ihnen zieht, gab es genügend davon. 


 Später wurde den Bärlauchblättern ganz schwindelig und senfig...
 Der Senf wundert sich über seine grüne Farbe...

...und wird in Gläsern eingesperrt.






 
Wie das bei echten Dingen aus dem Wald schon mal passiert - da kam ein blinder Passagier ins Haus und hat sich aus dem Bärlauchwaschwasser auf den Wasserhahn gerettet. 





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